Kommentar meinerseits zu den Gleiswechsel-Themen

In den Vorträgen und den Übungen zum Gleiswechsel mag gefragt werden „warum sprichst du von „Gleis“ – wieso „das Gleis wechseln?“

Hiermit steht ein „Gleis“ symbolisch als Teil unserer Wegstrecke im Leben. Auf den Gleisen unserer technischen Gesellschaft fahren seit vielen Jahrzehnten die tonnenschweren „Züge“ einstiger Reichs- und sonstiger Bahnen. – Welche Lasten tragen  w i r   durch unsere Leben? – Wie versuchen wir, uns und einander zu entlasten ? Gelingt die Entlastung?

Als Kinder bewegten viele von uns sich noch auf ihren eigenen Gleisen. Eltern und Verwandte begannen einzugreifen und zu lenken. Und in übertragenem Sinne trifft es zu, dass  wir irgendwann auf ein anderes Gleis >drauf gesetzt< wurden! Mir sagte man vor Eintritt in die Schule schon „Jetzt beginnt für dich der Ernst des Lebens„. Somit schien die Kindheit vorbei? – Das war recht abrupt. – Konnte sie so abrupt vorbei sein? – Da die Antwort „sicher nicht!“ lautete, fuhren wir auf neuem Gleis erstmal mit einer teilweise orientierungslosen Wahrnehmung! Max Bloch beschrieb diese Situation treffend in der Einführung seines Werks >Das Prinzip Hoffnung<:

Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns?“ 

Wir haben es vielleicht anfangs gar nicht bewusst wahr genommen … wir sind gefahren, und manchmal wehte uns der Wind unerwartet heftig ins Gesicht!  „Viele fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht warum und von was„.

Irgendwann haben wir unsere Fahrt bewusst bemerkt – und erlebten sie im Wechsel: gleich wieder vergessen – und wieder gespürt. Klar war nur die Erkenntnis „etwas fährt mich“ – „Aber, was kann ich nun dabei selbst tun?“ – Goethe ließ seinen Wilhelms Meister sinngemäß fragen „was oder wer bewegt mich durchs Leben?“

Wir spürten dann, dass wir das Gleis wohl schon mehrfach gewechselt haben, ohne uns dessen bewusst geworden zu sein. Und zeitweilig kam uns dieses Spüren wieder abhanden. Obwohl es unser Leben so direkt betraf, nahmen wir nur zeitweilig wahr, was uns ergriff und lenkte, oder auch uns ein-setzte!

Noch einmal zum Bild: Gleise bestimmen Richtungen. Sie sind festgelegt, tonnenschwer wie die Züge, und fest auf Holz oder Beton oder Stahlträger aufgeschraubt und somit am Boden verhaftet. Und ohne Fahrplan wissen wir nichts vom Ziel. Welches Kind bekommt den Fahrplan fürs eigene Leben? Könnte er denn von Außen kommen – oder muss er von uns kommen? Dazu bräuchten wir Zeit! –

Das Gleis wechseln – da muss uns  e t w a s   aufs andere Gleis heben, oder  w i r  müssen eine Weiche finden, und sie muss gestellt sein, damit wir auf das andere Gleis wechseln können („von wem? Von uns? Wie geht das?“). Ein Gleis oder eine Schar von Geleisen ist zu bestimmen Zeiten und an bestimmten Orten frei zu unserer Wahl verfügbar. Wir nennen es Glück, und es ist Symbol des Lebenswegs – auf den Stufen unseres Lebens! – Mögen wir die für uns passenden Stufen, die passenden Gleise, erkennen! Wir „hoffen“ darauf!

Doch nun wird, die Urheber der Furcht abgerechnet, ein uns gemäßeres Gefühl fällig. Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit … ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern.

Sind die Gleise, die wir gerade wahrnehmen, auf denen wir fahren – dabei immer bewusster werdend – , die, die wir wirklich-wirklich-fürs-Leben-mit-uns-und-anderen befahren wollen? Kamen wir durch Zu-FALL darauf, oder wurden wir gesetzt?  –

Wählten wir das jetzige Gleis aus Tradition, die uns nahe lag, oder die „man“ uns nahegelegt hatte? Also so, wie  Arztkind Arzt wird, Försterkind FörsterIn wird … Aussichtlose/r wird aussichtslos, Erfolgreiche/r wird erfolgreich?

Hatten wir eine Wahl – und haben wir es (manchmal wenigstens) geschafft zu wählen? Sind wir also gerade jetzt auf dem für uns richtigen Gleis? – Ein Freund sagte mal, er war damals Kunst-Sudierender ,“Immer wird das, was ich male, ein Bild von mir. Es ist gleich, was ich male, irgendwie bin das immer ich…“ Sind wir mit diesem „ich“ zufrieden, verharrt es im Jetzt, oder weist es offen in die Zukunft? Ist es offen, so erlaubt uns das Sein im Jetzt, in der Zukunft zu werden, wie wir es uns wünschen!

Tu´ ich, was ich für die Gemeinschaft der Menschen und Tiere und Pflanzen als richtig und förderlich empfinde? – Nur wir selbst können für uns bestimmen, was >richtig< für uns sei. Niemand anders kann es uns sagen, als unsere innere Stimme, unsere Intuition.

Unsere innere Stimme sagt „nein“ – oder „ja“ zu Yoga, oder zu Qi Gong – oder zu einer Verbindung von beiden. Lautet die Aussage „Ja„, dann öffnen wir eine Türe, und treten in eine neue Lebensart ein. – Manche sagen, diese einmal geöffnete und durchschrittene Tür kann nicht mehr geschlossen werden, es geht nur vorwärts.

Qi Gong wird dein Leben ändern“ sagte mir ein Lehrer in einer der ersten Lehr-Stunden. Wer systematisch Qi Gong praktiziert, oder Yoga, dessen Leben wird eine andere Nuance annehmen, doch meist sogar in ein neues Fahrwasser geführt – auf ein neues Gleis gehoben. Diese Wahl ist eine Entscheidung zu Reinigung und Heilung.

Die beginnende Praxis lässt uns die hohe Bedeutung der achtsamen Bewegung erfahren. Zeitweilig fließende im Wechsel mit diskontinuierlicher Bewegung führt zu Leichtigkeit und Flexibilität auf körperlicher und auf geistiger Ebene. Die Praxis führt uns zu einer tiefen Entschlossenheit, in dieses Leben Freude und Glück zu bringen!

Es ist eine Entschlossenheit zu schlichter Freude und einem Glück, die wir –  besonders im Kontrast der verschiedenen beobachtbaren Leben unserer Mitmenschen -,  in dieser bewegten bis turbulenten Zeit für uns als befreiend erkennen werden!

In der Konsequenz drückt sich der Gleiswechsel in vielen Facetten unseres neuen Lebens aus. Die Gesellschaft, in der wir leben, wird sich mit uns wandeln. Der Vorgang der Wandlung in uns, in unseren Mitmenschen und Gesellschaften, und weltweit ebenso, hat längst begonnen! Wir selbst werden zu jener Änderung, die wir wünschen. Dieser Weg führt durch Reinigung zu Heilung. Wir sind bereits dabei.

Die Übungsschritte im Duft Qi Gong sind eine Metapher dieses Wegs, und ihre Reihenfolge gehorcht einer sehr einfachen Logik. Im Kurs werden wir sie erarbeiten. Sie sind leicht  zu erlernen. Ihre Praxis erfordert, gemessen an den spürbaren Wirkungen, erstaunlich wenig Zeit, und sie ist daher mit der Fülle unserer alltäglichen Aufgaben gut zu vereinbaren. – Tägliche Praxis bedeutet einmal morgens und einmal abends konsequent zu üben. Wirkungen stellen sich alsbald spürbar ein, und sie sind stets individuell. Sie sind ganz natürlich nicht für alle Menschen gleich! Manche Wirkungen werden erst in besonderen Situationen erkennbar. – Der Körper vermittelt uns, dass er gerne praktizieren möchte, selbst wenn der „vernünftige Alltagsgeist“ mitteilt „wir haben gerade keine Zeit„. Der Körper weiß, dass diese Aussage nicht richtig ist. Die erforderlichen 20 bis 30´sind für uns alle leicht einzurichten! – Meine Erfahrung lautet, der Körper setzt sich durch!

Kein Mensch lebte je ohne Tagträume, es kommt aber darauf an, sie immer weiter zu kennen und dadurch unbetrüglich, hilfreich, aufs Rechte gezielt zu halten.“ (Bloch)

Die in unserem Seminar vermittelten einfachen Übungen dienen effektiv dazu, uns „aufs Rechte“ zu lenken und „gezielt zu halten„. Ein hoher Anspruch an unsere Disziplin.

Die tatsächliche Wirkung empfinde ich als Segen! Durch die Praxis gelangen wir aus einem gestärkten Status im Jetzt in eine gelingende Zukunft.

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Herzliche Grüße und  – ich freue mich auf unsere Seminare!

Bernd Gerken

 

Der Seminarverlauf bietet Zeit zu Besinnung, Gespräch und Entspannung. In den Pausen und zu den beiden Essenszeiten Mittags und Abends bereiten wir aus besten Bio-Zutaten einfach gute Salate und genießen sie dann gemeinsam!

Unsere Bitte an alle Teilnehmenden: Bringt Ideen und gute Sachen mit, wir halten dazu ebenfalls Gutes bereit!

Bild eines feinen Salats aus dem Garten bei Haliotis-Südportugal
Bild eines feinen Salats aus Möhren, Salat und Kohl (jeweils mehrere Sorten) – frisch serviert aus dem entstehenden Selbstversorger-Garten bei Haliotis-Südportugal

 

 

Seminar in Karlsruhe – 16. bis 18. September 2016

Ein Augenöffner-Seminar mit Vortrag und praktischen Übungen

zu Naturkunde, Permakultur, Qi Gong und Tai Chi für Gärtner

  • über das Warum, Woher und Wie

Von und mit Prof. Dr. Bernd Gerken

 

Ort: Spirit Lerchenberg Seminar-Zentrum

Elly Heuss Weg 10, 76227 Karlsruhe

http://www.spirit-lerchenberg.de, Anmeldung bei w.croneis@physiofit-croneis.de

Zeit: 16. bis 18. September 2016

Der Besuch dieses Angebots in drei Teilen erfolgt auf Spendenbasis. Auch am Vortragsabend kann noch die Teilnahme an den Praxistagen Samstag und Sonntag gebucht werden. Alle drei Teile bauen aufeinander auf, sind jedoch auch in sich eigenständig.

Leichtes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung sei empfohlen, wir gehen am Samstag und Sonntag oft in den Garten und ggfs. auch den nahen Wald. Dabei erweitern wir unsere Kenntnis der Wildkräuter, – Sträucher und Bäume, deren Blätter, Blüten und Früchte für menschliche Ernährung in Betracht kommen. Ein Körbchen aus Flechtwerk oder Leinenbeutel dienen der Sammlung. Was wir am Samstag finden kann bereits Eingang in unsere Abendspeise finden.

Für den gemeinschaftlichen Abend des Samstag sind Beiträge in Form von Bio-Gemüsen, Wurzeln und Früchten oder auch fertige Salate herzlich willkommen. Wir bereiten alles gemeinsam zu und genießen es – anschließend besteht Gelegenheit zu Fragen und Erörterungen  sowie Betrachtung weiterer Bilder.

Im Rahmen des Vortrags und Seminars wird auf einige Bücher Bezug genommen – Shreib-Block oder Heft dienen zur Aufnahme von  Notizen.

Die Information in der lokalen Presse 16bgseminarspiritlerchenbergpresse16bis18sep

 

Seminar in Bielefeld – 9. bis 11. September 2016

Ein Augenöffner-Seminar mit Vortrag und praktischen Übungen

Naturkunde, Permakultur und Qi Gong mit Tai Chi für Gärtner –

über das Warum, Woher und Wie

Von und mit Prof. Dr. Bernd Gerken

 

Ort: Natur-Vital-Zentrum OWL, Bielefeld-Babenhausen

http://www.natur-vital-zentrum-owl.de/veranstaltungen/ 

Anmeldung bei c.kobusch@gmx.net

Zeit: 9. bis 11. September 2016

 

Nähere Informationen folgen in Kürze!

Einführung zu diesem Blog: Gleiswechsel für gute Zukunft

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Herzlich willkommen auf dem neuen Blog zu

Naturkunde – Permakultur – Qi Gong  – Tai Chi für Gärtner

und weitere, in die Zukunft weisende  Vortrags- und Seminar-Themen.

Life und authentisch von und mit Bernd Gerken

Und über das Warum, Woher, Wann und Wie …

Von und mit Prof. Dr. Bernd Gerken

Gemeinsam mit den Leitern verschiedener Seminarzentren in Deutschland, und absehbar auch in anderen Ländern, biete ich Augenöffner-Seminare mit Vortrag und praktischen Übungen sowie Wanderungen an jeweils sehr guten Orten, die der Natur und ebenso den Menschen nahe sind. – In der Regel bieten wir auch eine gesunde Kost zur Pausenstärkung und den Haupt-Essenszeiten an. Eine ernährungskundliche Beratung wird gerne hinzu gegeben.

Die Angebote finden vorzugsweise an Wochenenden statt und bestehen aus einem einführenden Vortrag mit anschließendem open-end (Freitag) sowie am Samstag und Sonntag mit Praxistagen. 

Wir empfehlen den Besuch aller drei Veranstaltungen, da sie aufeinander aufbauen. Falls Sie nicht an allen Tagen teilnehmen können: Jedes Teilangebot ist in sich abgeschlossen und kann daher auch einzeln besucht werden. Falls Sie zunächst nur den Vortrag besuchen möchten, so können Sie sich gerne bei gefallen zur Teilnahme an der folgenden Qi Gong & Naturkunde – Praxis noch am Vortragsabend entscheiden!

Auf Wunsch wird eine Teilnahmebescheinigung über den Nutzungsumfang des Angebots ausgestellt.

Wanderungen und Vorträge werden teilweise auch an Wochentagen, vorzugsweise Mittwoch oder Donnerstag angeboten

Ihre Teilnahme erfolgt auf Spendenbasis. Bitte entscheiden Sie, was Ihnen das Angebot Wert ist und geben dementsprechend während oder am Schluß des Angebots. Es ist unser Wunsch, dass Ihnen diese Angebote zusagen und als echtes Erlebnis mit authentischen Berichten und Anleitung zu wirksamer Praxis eine Bereicherung für ihr Leben werden.

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Nutzen Sie gerne die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu Fragen um die genannten Themen sowie Beratung.

Ideen zur gemeinsamen Organisation von Vorträgen, Seminaren und Wanderungen sind willkommen!

Kontakt: e-mail: bghaliotis@gmail.com, skype: >gartenardo<

15BerndBrönnhofJuli3

Prof. Dr. Bernd Gerken bei der „Wanderung zur Kenntnis, Bestimmung und Verwertung einheimischer Wildkräuter“ in dem naturkundlich sehr interessanten Gebiet „Am Brönnhof“ bei Schweinfurt, Mai 2016.                                                                               Foto Sebastian Hehn, Seminar in Zusammenarbeit mit Andreas Hofmann, The Life-Food-Coach, info@thelifefoodcoach.com